Preiserhöhung – muss das sein?
In vielen Betrieben steht die Frage nach einer Preiserhöhung immer wieder im Raum. Wer das System versteht, weiß, dass dies ein legitimes Mittel ist, um Mehrkosten abzufedern oder die Marge zu verbessern, vor allem bei hoher Abhängigkeit von Lieferanten.
Internationaler Preisdruck macht dieses Vorgehen nicht risikofrei.
Bevor an der Verkaufspreisschraube gedreht wird, sollte man sich fragen:
Sind wirklich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft?
Genau hier kommt der OEE ins Spiel – ein Kennwert aus Verfügbarkeit, Leistung und Qualität der Produktion. In vielen Werken liegt die Wirklichkeit der Maschinenverfügbarkeit und die gestellten Ansprüche weit auseinander.
Automatisierung und paralleles Rüsten helfen, und doch bleibt viel Potenzial ungenutzt. KI‑gestützte Analysen zeigen, dass bis zu 80 % der ungeplanten Ausfälle auf nur wenige Ursachen zurückgehen – Rüst‑ und Setupzeiten, fehlendes Personal und fehlende Komponenten. Klar strukturierte und messbare Prozesse rund um die eigentliche Produktion können massiv dazu beitragen, die Effizienz zu steigern.
Der industrielle Durchschnitt für OEE liegt bei rund 60 %. Das bedeutet: Es gibt genug Spielraum, Stärken und Schwächen in der Produktion systematisch anzugehen – und damit möglicherweise die nächste Preiserhöhung zu vermeiden, obwohl sie aktuell überall im Raum steht.
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